Wozu sind Mineralstoffe da?

Unter Mineralstoffen versteht man laut Definition anorganische Bestandteile in der Nahrung. Der menschliche Körper ist durch externe Zufuhr darauf angewiesen, diese aufzunehmen, da er sie nicht selbst bilden kann. Mineralstoffe sind lebensnoteendig, da sie den Stoffwechsel unterstützen.

Tagesbedarf an Mineralstoffe?

  • der Bedarf an Mineralstoffen ist vom Alter und gesundheitlichen Zustand abhängig
  • Frauen, die schwanger sind, sollten mehr Mineralstoffe zu sich nehmen
  • bestimmte landwirtschaftliche Beschaffenheiten, Stoffwechselstörungen oder Ernährungsgewohnheiten können die Zufuhr von Mineralstoffen beeinträchtigen
  • eine Hämochromatose kann hingegen zu einer Überdosierung führen

Welche Funktionen haben basische Mineralstoffe?

Zu den basischen Mineralstoffen zählen Natrium, Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium.

Die basischen Mineralstoffe sorgen für ein Gleichgewicht der Säure im Gewebe und im Stoffwechsel von Zellen. Bei zu viel Säure leidet der menschliche Körper an Beschwerden.

Typische Anzeichen einer Übersäuerung können sein:

  1. Müdigkeits- und Erschöpfungsgefühl
  2. Augenentzündungen oder trockene Augen
  3. Veränderungen an den Schleimhäuten
  4. empfindliche Zähne und Zahnfleischentzündungen
  5. Kopfschmerzen
  6. Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen und Sodbrennen
  7. Osteoporose
  8. Gelenkbeschwerden
  9. schwache und gereizte Blase

Vorkommen und Bedarf der Mineralstoffe

MineralstoffVorkommenempfohlener täglicher Bedarf
CalciumJogurt, Milch, grüne Bohnen, Käse1000 mg
MagnesiumSchweinefleisch, Bananen, Vollkornprodukte300-350 mg
EisenFleisch, Linsen und Vollkornbrot10-15 mg
KaliumSoja, Linsen, Bananen, Spinat2 bis 4 g
NatriumOliven, Salami, Sauerkraut, Brot, Käse0,55 Gramm, höherer Bedarf bei Leistungssportlern

Einige Menschen nehmen zu wenig Mineralstoffe zu sich. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Einige Genussmittel führen zu einem Mangel an Mineralstoffen, weshalb Raucher und regelmäßige Alkoholiker besonders betroffen sind. Auch die Menschen, die sich überwiegend von Fast Food ernähren, benötigen einen gesteigerten Vitalstoffbedarf. Allergien und Krankheiten sind weitere Faktoren, die sich auf die Mineralstoffzufuhr auswirken

Auch durch die Wechselwirkungen mit Medikamenten kann es zu einem Mineralstoffmangel kommen. Einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen haben außerdem Senioren, Kinder und Jugendliche, Schwangere und Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Ein Mineralstoffmangel kann sich auf den gesamten Körper auswirken.

  • Nimmt der Köper zu wenig Calcium auf, sind die Knochen und Zähne geschwächt. Die Folgen: Häufigere Knochenbrüche und Karies. Das häufigste Symptom, das mit dem Mangel einhergeht, sind anhaltende Muskelkrämpfe.
  • Wenn ein Mensch unter dauerhaften Natriummangel leidet, kann sich bei ihm zu viel Wasser im Körper ansammeln. Infolgedessen kann es zu Leberschädigungen oder Herzschwäche kommen. Natriummangel macht sich häufig durch Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen und Kopfschmerzen bemerkbar.
  • Ein Kaliummangel kann zu Herzrhythmusstörungen führen und de Kreislauf beeinträchtigen. Erste Symptome sind Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit.
  • Fehlt es dem Körper an Magnesium, reagiert er mit Migräne und Kopfschmerzen, aber auch andauernden Muskelkrämpfen. Wer zu wenig Magnesium aufnimmt, bekommt möglicherweise Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma.

Quelle

  1. Stiefel, Thomas: Anwendung und Bedeutung ausgewählter Spurenelemente und Mineralstoffe in der Medizin. >>
  2. Müller, Sven-David:Handbuch der Vitalstoffe: Vitamine, Mineralstoffe & Co. und ihre Bedeutung in der Ernährung. >>
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